Ein für das Jahr 2012 geplanter Straßenbau bedroht das einzigartige Weltnaturerbe Serengeti. Das Serengeti-Mara-Ökosystem im Norden des Serengeti-Raums soll nach den Planungen dabei von der Serengeti-Road in zwei Teile geteilt werden. Wie ein Korridor soll die Straße aus dem Nationalpark ausgegliedert werden, um den Status des Gebietes als Weltnaturerbe nicht zu gefährden.
Für die Lebewesen und das Ökosystem der Serengeti jedoch kann es das Aus bedeuten. Bei Umsetzung der Pläne Tansanias würde die Serengeti-Road für rund 1.500.000 Tiere während der Trockenzeit eine Barriere darstellen, die sie von den Nahrungsressourcen in der Massai- Mara abschneiden würde. Wissenschaftler gehen in einem Falle der Abschneidung des Futterreservoirs von einem massiven Rückgang der Huftierbestände, insbesondere der Gnus, aus.
Der Naturpark Serengeti ist ein in sich geschlossenes System. Der drastische Rückgang der Huftiere, welche die Beute der Raubtiere darstellen, bliebe nicht ohne Folgen für das fragile System. So ist nach wissenschaftlichen Voraussagen damit zu rechnen, dass die Raubtiere, die beim Rückgang der Beutetiere den eigenen Nahrungsbedarf nicht mehr decken können, den dann zu geringen Huftierbestand derart dezimieren könnten, dass dieser nicht mehr erholen könnte, bevor auch die Population der Raubtiere einen massiven Einbruch erleben würde.
Hintergrund für den Plan der Serengeti-Road durch das Weltnaturerbe Serengeti ist die Erschließung des Nationalparks für den sanften Tourismus. Ein Plan, gegen den sich internationale Natur- und Umweltschutzorganisationen seit Jahrzehnten wehren. Nun ist für die nahe Zukunft erneut das Weltnaturerbe mit seiner einzigartigen Flora und Fauna gefährdet.
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