Die Berliner Umweltsenatorin Karin Lompscher fordert in einem Schreiben alle Berliner Bezirksbürgermeister auf, keine Flächen mehr am Zirkusse mit Wildtieren zu vergeben. Die Umweltsenatorin betont in dem jetzt publik gewordenen Brief ausdrücklich, dass es Zirkussen laut einhelliger Expertenmeinung nicht möglich sei, eine artgerechte Haltung der Wildtiere zu gewährleisten. Besonders bei Tieren wir Affen, Elefanten, Nashörnern, Raubkatzen, Delfinen, Seelöwen und Flusspferden sei dies laut der Experten grundsätzlich nicht möglich, betont Karin Lompscher in ihrem Brief an die Bezirksbürgermeister. Ihren Vorstoß begründet die Berliner Umweltsenatorin damit, dass die Bundesregierung bis heute nicht zu dem Thema aktiv geworden ist. Ein entsprechender Bundesratsbeschluß liegt seit den Jahre 2003 vor.
Die Berliner Initiative für ein Wildtierverbot in Zirkussen, der zehn Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen angehören, begrüßen den Vorstoß der Umweltsenatorin ausdrücklich und sichert ihre Unterstützung zu. Auch den bereits angekündigten Klagen der Zirkusunternehmen sieht die Berliner Initiative gelassen entgegen. Städte können die Vergabe von öffentlichen Flächen aus sachlichen Gründen verweigern. Die hundertfach dokumentierte nicht artgerechte Haltung von Wildtieren in Zirkussen ist durchaus als ein solcher Grund zu werten. Bereits jetzt beweisen viele Zirkusunternehmen nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit, dass ein Zirkus ohne Wildtiere durchaus machbar ist.
Die Berliner Initiative erhofft sich von dem Vorstoß der Berliner Senatorin nun, dass er bundesweite Kreise ziehen wird und die Bundesregierung ein komplettes Wildtierverbot unter Bezugnahme auf den § 2 der Tierschutzgesetzes in die Wege leiten wird.
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