Ein Haustier für Kinder

Irgendwann einmal hören fast alle Eltern von ihren Kindern den Satz „Kann ich ein Haustier haben? Bitte!“. Ein eigenes Tier steht bei vielen Kindern an oberster Stelle auf der Wunschliste. Ob Hund, Katze, Kaninchen oder Meerschweinchen, Eltern sollten diesen Wunsch ihrer Kinder nicht generell abweisen, denn Haustiere sind für Kinder Freunde, Zuhörer und Therapeuten zugleich.

Kinder profitieren in vielerlei Hinsicht von ihren tierischen Gefährten. Das Kind wird von dem Tier so akzeptiert, wie es ist, was das Selbstvertrauen der Kinder steigert. Das Kind lernt durch die Sorge und Pflege des eigenen Haustieres Fähigkeiten wie Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft und nicht zuletzt Verantwortungsgefühl schneller und besser zu entwickeln. Dies belegt auch eine Studie des Psychologischen Instituts der Universität Wien.

Für Kinder ist das Haustier in erster Linie ein Freund, ein Zuhörer und Spielgefährte, der immer Zeit hat, den die Kinder umsorgen und pflegen können. Allerdings sollten Eltern ihren Kindern bei Fütterung und Pflege des tierischen Freundes helfen, je jünger der Tierbesitzer, desto mehr.

Besonders gut für Kinder eignen sich Hunde und Katzen als Haustier, da diese eine besonders enge Bindung zu ihrem Herrchen oder Frauchen aufbauen. Doch auch Kanarienvögel, Meerschweinchen und Kaninchen sind geeignete Haustiere für Kinder. Bei den ebenfalls beliebten Haustieren Hamster und Maus sollten Eltern bedenken, dass diese nachtaktive Tiere sind, was allerdings dem Aufbau einer innigen Beziehung zwischen Kind und Haustier in den meisten Fällen nicht im Wege stehen sollte.

Verbesserung der Kaninchen-Haltung

Grüne und SPD stellten jetzt jeweils einen Antrag auf die Änderung der Tierschutz-Nutztierverordnung, die insbesondere die Haltungsbestimmungen für Kaninchen betreffen soll. Diese untersteht weder in Deutschland noch in der gesamten EU einem eindeutigen Regelwerk. „Die Folge sind größtenteils unwürdige Haltungsbedingungen“, teilte die SPD mit. So leiden die Kaninchen unter der Haltung in zu kleinen Käfigen oder wegen der gängigen Drahtgitterböden, die zu grausamen und gegen den deutschen Tierschutz verstoßenden Qualen führt.

In der Kaninchenhaltung werde der Tierschutz schlicht und einfach seit Langem „mit Füßen getreten“, empörten sich die Grünen. Vor allem in China, dessen Kaninchenfleisch-Import in Deutschland einen großen Teil dieses Marktes ausmacht, seien die Zustände „katastrophal“. Daher beinhaltet der Antrag der Grünen auch eine Forderung nach einer Herkunftskennzeichnung sowie strengere Kontrollen und eine klare Rechtsvorschrift, die den deutschen Zuchtbetrieben die Haltungsbedingungen vorschreibt.