Erst ein dreiviertel Jahr ist seit dem Unfall von Kater Oscar vergangenen. Entspannt genoss der schwarze Oscar mit den grünen Augen die letzten warmen Strahlen der Herbstsonne als er plötzlich von einem Rasenmäher erfasst wurde. Oscars Besitzer, Kate und Mike Nolan brachten ihn umgehend zum Tierarzt, der allerdings nicht mehr ausrichten konnte, als die Wunden zu versorgen. Schließlich verwies der Tierarzt das verzweifelte Paar an den neuroorthopädischen Chirurgen Noel Fitzpatrick, der in der Nähe von London praktiziert und bereits im Jahr 2008 einer von einem Auto angefahrenen Katze ein künstliches Kniegelenk implantierte.
Dr. Noel Fitzpatrick entwickelte für Oscar zwei Pfotenprothesen, die direkt in das Sprunggelenk eingesetzt wurden, damit die Haut zur Vorbeugung von Infektionsgefahren über den oberen Rand der Prothese wachsen kann. Mit einer speziellen Substanz beschichtet wächst das Implantat in den entsprechenden Knochen ein. Seither dürfen sich Oscar und seine Halter über seine zwei neuen metallenen Beine freuen, die nach Ansichten der glücklichen Nolans nicht nur Oscar, sondern ebenso der Entwicklung künstlicher Gliedmaßen für Menschen zugute kommt.
Inzwischen läuft und springt der Kater glücklich auf den 2.000 Pfund teuren Prothesen umher, als seien es seine eigenen Beine. Dennoch muss sich Oscar regelmäßigen Kontrollen unterziehen, um frühzeitig mögliche Infektion feststellen zu können oder Feineinstellungen bei Bewegungsproblematiken vorzunehmen. „Sie halten vielleicht nicht ewig“, so der Sprecher der Vereinigung der britischen Kleintierärzte BSAVA, Mark Johnson, über die Prothesen, „aber selbst wenn man der Katze nur ein paar zusätzliche Jahre schmerzfreier Mobilität ermöglicht, könnte das schon all den Aufwand wert sein.“
0 Comments.