Die Pferdeversicherung – Sicherheit für Ross und Reiter

Pferde strahlen Ruhe und Friedfertigkeit aus, sind der Inbegriff von Eleganz und Freiheit. Die Anschaffung und Pflege eines Pferdes jedoch ist mit teilweise extrem hohen Kosten verbunden. Im Krankheitsfalle des Tieres, oder gar bei einem durch das Pferd verursachten Schaden, belaufen sich die auf den Pferdehalter zukommenden Kosten oft in astronomische Höhen. Der Abschluss einer Pferdeversicherung bietet hier nicht nur Sicherheit für Ross, sondern auch für den Reiter.

Im Bürgerlichen Gesetzbuch ist geregelt, dass Pferdehalter im Falle eines durch ihr Tier verursachten Schadens, in voller Höhe haftbar gemacht werden können. Dabei ist es unerheblich, ob der Pferdehalter zum Zeitpunkt der Entstehung des Schadens anwesend war oder nicht. Ein solcher Fall tritt schnell ein. Seien es Kleinigkeiten wie eine zerbissene Satteldecke oder eine eingetretene Boxentür. Schlimmer noch der Fall, wenn durch einen Tritt des Pferdes andere Personen zu Schaden kommen. Eine Pferdeversicherung tritt in solchen Fällen für den entstandenen Schaden ein.

Auch bei Krankheit oder Verletzung des Pferdes greift die Pferdeversicherung. Gerade Verletzungen an den Beinen, Lungenentzündung oder Koliken sind bei Pferden keine Seltenheit. Die Behandlungskosten auch für eine unter Umständen notwendig werdende Operation können über eine Pferdeversicherung abgedeckt werden. Ebenso kann bei einer Pferdeversicherung ein Unfallschutz für Reiter abgeschlossen werden, der nicht nur den Pferdehalter, sondern alle Personen einschließt, die mit dem versicherten Pferd reiten.

Bundesratsinitiative gegen Brandzeichen bei Pferden

Für den Tierschutz und gegen Brandzeichen bei Pferden will sich die rheinland-pfälzische Landesregierung einsetzen. Um ein bundesweites Verbot der immer noch gängigen Praxis, Pferde mit einem Brandzeichen zu kennzeichnen, durchzusetzen, plant die rheinland-pfälzische Landesregierung nach der parlamentarischen Sommerpause den Start einer Bundesratsinitiative. Dies teilten die rheinland-pfälzische Umweltministerin Margit Conrad und Ministerpräsident Kurt Beck mit.

Die Bundesratsinitiative soll eine Änderung des Tierschutzgesetzes bewirken. Generell ist im Tierschutzgesetz festgeschrieben, dass die Zerstörung von Gewebe eines Wirbeltieres grundsätzlich verboten ist. Bei Pferden allerdings besteht hier eine Ausnahme. Auch wenn sie eindeutig unter diesen Artikel des Tierschutzgesetzes fallen, ist eine Kennzeichung der Tiere mit einem Brandzeichen erlaubt und weitgehend die Praxis, allerdings eine nicht notwendige. Statt durch Brandzeichen können die Pferde auch durch einen Mikrochip gekennzeichnet werden, was seit dem Jahr 2008 sogar von der Europäischen Union vorgeschrieben ist.
„Pferde müssen vor sinnlosen Schmerzen geschützt werden”, so die einhellige Meinung von Ministerpräsident Kurt Beck und Umweltministerin Margit Conrad.